BBV-Präsident Felßner über die Landwirtschaft der Zukunft
Der Vorsitzende der CSU Leuterschach, Dieter Luitz, hatte im Rahmen des Bundestagswahlkampfs mit dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes Günther Felßner einen echten Hochkaräter und ein verbandspolitisches Schwergewicht nach Leuterschach eingeladen. Er und der Marktoberdorfer Ortsvorsitzende Markus Singer freuten sich über die große Resonanz im Gasthof Vogler. „Ein voller Saal mit über 150 Besuchern und eine rege, aber stets sachliche Diskussion haben aus der Veranstaltung ein richtiges Highlight gemacht“, war Singer sichtlich zufrieden. Und auch für den CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke, der zu Beginn des Abends in seinem Grußwort auch seine Ziele und Ideen für die kommende Legislaturperiode vorstellte, war die Veranstaltung sichtlicher Rückenwind im Endspurt des Bundestagswahlkampfes.
Ein Praktiker mit klaren Zielen
Sollte er Bundeslandwirtschaftsminister werden, verspricht Felßner den Abbau von Bürokratie und möchte den „schwarzen Kohlenstoff“ durch grünen ersetzen, wobei er den Landwirten eine zentrale Rolle zuschreibt.
Mit nur vier Prozent der Erdoberfläche, die gut landwirtschaftlich nutzbar ist, sieht Felßner die Notwendigkeit, Anbauflächen zu schützen und mehrfach zu nutzen – für Ernährung, regenerative Energie und als Ersatz für fossile Brennstoffe. Er setzt auf eine „grüne, nachhaltige Bio-Ökonomie“ und plädiert für „Rekarbonisierung“ anstelle von Dekarbonisierung.
Felßner fordert mehr Mut in der Forschung und schnellere Zulassungen für moderne Pflanzenschutzmittel, während er gleichzeitig den Schutz von Boden, Luft, Wasser und Artenvielfalt betont. Bei aller Modernität will sich Felßner aber weiterhin für gentechnikfreie Anbauregionen einsetzen, da man in seinen Augen kein Risiko in die Umwelt bringen sollte, das nicht mehr rückholbar ist.
Eine ökologisch nachhaltige und klimaneutrale Landwirtschaft ist möglich
Der Bauernverbandspräsident ist überzeugt, dass sinnvoll betriebene Tierhaltung klimaneutral sein kann und fordert ein neues Denken, um Klimaneutralität zu erreichen. Felßner, der selbst einen Milchviehbetrieb leitet, argumentiert, dass Rinder, die sich von Biomasse ernähren, kein neues Kohlenstoffatom erzeugen können.
Obwohl Deutschland über die „bestausgebildeten Landwirte“ verfügt, sieht er zu viele Regularien. Als Bundesminister würde er einen Staatssekretär einsetzen, der sich ausschließlich um den Bürokratieabbau kümmert.
Am Ende eine spannenden und informativen Abends hatten die zahlreich versammelten Landwirte die Gelegenheiten, Felßner Fragen zur aktuellen Agrarpolitik zu stellen, die der Bauernpräsident souverän, kenntnis- und ideenreich und immer auf Augenhöhe beantwortete, wobei auch der Humor nicht zu kurz kam. „Mit einem echten Praktiker wie Felßner würde Deutschland sicherlich einen zukunftsorientierten und praxisnahen Agrarminister bekommen, der weiß, wovon er spricht und wo die Bauern der Schuh drückt“, sind sich Dieter Luitz und Markus Singer, die am Ende der Veranstaltung noch Gelegenheit hatten, sich mit Günther Felßner auszutauschen, einig. Fazit: Ein gelungener Abend, der wieder einmal gezeigt hat: Ohne eine vernünftige Landwirtschaftspolitik geht es nicht – insofern trifft es sich gut, dass die CSU hier mit Günther Felßner einen der erfahrensten und kompetentesten Agrarpolitiker in ihren Reihen hat.
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